Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


Seitenleiste

Site Map
Tags
orga:vorlage_pflichtenheft

Ins Open-Document-Format exportieren

Pflichtenheft

Pflichtenheft Vorlage nach Helmut Balzert, Software Technik, Band I - dokuwiki Ausgabe erstellt mit OpenOffice Makro.

1. Zielbestimmung

In diesem Kapitel wird beschrieben, welche Ziele durch den Einsatz des Produktes erreicht werden sollen. Um den Entscheidungsraum fĂŒr die Realisierung abzustecken und um die Wahl von Realisierungsalternativen zu erleichtern, erfolgt die Zielbestimmung durch die Festlegung von Muß-, Wunsch- und Abgrenzungskriterien.

1.1. Mußkriterien

Unter Mußkriterien wird aufgefĂŒhrt, welche Leistungen fĂŒr das Produkt unabdingbar sind, damit es fĂŒr den vorgesehenen Einsatzzweck verwendet werden kann. Sie mĂŒssen auf jeden Fall erfĂŒllt werden.

1.2. Wunschkriterien

Wunschkriterien beschreiben WĂŒnsche an das zu entwickelnde Produkt, die nicht unabdingbar sind, deren ErfĂŒllung aber so gut wie möglich angestrebt werden sollte.

1.3. Abgrenzungskriterien

Abgrenzungskriterien sollen deutlich machen, welche Ziele mit dem Produkt bewußt nicht erreicht werden sollen. Da die WĂŒnsche an ein Produkt im allgemeinen sehr umfangreich und oft leicht zu formulierbar sind, soll dieser Abschnitt dazu dienen Abgrenzungen des Produkts zu definieren.

2. Produkt Einsatz

Da der geplante Produkteinsatz wesentliche Auswirkungen auf die funktionale MĂ€chtigkeit und die QualitĂ€tsmerkmale hat, werden in diesem Abschnitt die Anwendungsbereiche z.B. Textverarbeitun im BĂŒro, und die Zielgruppen, z.B. SekretĂ€rinnen, SchreibkrĂ€fte, definiert. Unter UmstĂ€nden sollte auch festgelegt werden, von welchen Vorraussetzungen, z.B. BezĂŒglich des Qualifikationsniveaus des Benutzers, ausgegangen wird.

Ebenfalls kann es sinnvoll sein, explizit anzugeben, fĂŒr welche Anwendungsbereiche und Zielgruppen das Produkt nicht vorgesehen ist, z.B. FĂŒr den DV-unkundigen Benutzer.

Deckt das Produkt verschiedene Anwendungsbereiche und Zielgruppen ab, dann ist eine AuffĂŒhrung der unterschiedlichen BedĂŒrfnisse und Anforderungen nötig.

2.1. Anwendungsbereiche
2.2. Zielgruppen
2.3. Betriebsbedingungen

Unter Betriebsbedingungen werden folgende Punkte beschrieben:

  • physikalische Umgebung des Systems,
  • tĂ€gliche Betriebszeit,
  • stĂ€ndige Beobachtung des Systems durch Bediener oder unbeaufsichtigter Betrieb. </del>

======3. Produkt Umgebung======

In diesem Kapitel wird die Umgebung des Produktes beschrieben.

=====3.1. Software=====

Unter Software wird angegeben, welche Software-Systeme (Betriebssystem, Laufzeitsystem, Datenbank, Fenstersystem, usw.) auf der Zielmaschine (Maschine, auf der das fertiggestellte Produkt eingesetzt werden soll) zur VerfĂŒgung stehen.

=====3.2. Hardware=====

Unter Hardware wird aufgefĂŒhrt, welche Hardware-Komponenten (CPU, Peripherie, z.B. Grafikbildschirm, Drucker) in minimaler und Maximaler Konfiguration fĂŒr den Produkteinsatz vorgesehen sind.

=====3.3. Orgware=====

Unter Orgware wird aufgefĂŒhrt, unter welchen organisatorischen Randbedingungen bzw. Vorraussetzungen das Produkt eingesetzt werden soll (z.B. „Elektronische Post ist nur dann sinvoll einsatzbar, wenn die wichtigsten EmpfĂ€nger organisatorisch und technisch in das elektronische Postsystem eingegliedert sind, d.h. Ein LAN-Anschluß ist erforderlich„).

=====3.4. Produkt Schnittstellen=====

Unter Produkt Schnittstellen wird das Produkt in eine bestehende oder geplante Produkt-Familie eingeordnet oder die geforderten bzw. genutzten Schnittstellen zu anderen Produkten werden definiert bzw. vereinbart (z.B. Schnittstelle zum Ferndiagnosesystem). Außerdem kann auf andere Produkte verwiesen werden, die denselben Anwendungsbereich abdecken oder dieselbe Zielgruppe ansprechen.

======4. Produkt Funktionen====== Unter Produkt Funktionen erfolgt die funktionale Beschreibung des Produktes aus Benutzersicht. Dieses Kapitel sollte in so viele Abschnitte gegliedert werden, wie das Produkt Funktionen oder Funktionsbereiche aufweist. Eine Funktion kann auch durch Aufgliederung in Unterabschnitte weiter verfeinert werden. Es sollte hier besonders darauf geachtet werden, daß nicht das WIE, sondern ausschließlich das WAS definiert wird. Innerhalb jeder Funktion sollen Einzelanforderungen in verbaler Form beschrieben werden. Jede Einzelanforderung ist durch eine vorangesetzte Zahl mit vorangesetztem F, eingeschlossen in SchrĂ€gstriche, zu markieren (z.B. /F10/), um eindeutig referenzieren zu können. Handelt es sich bei der Einzelanforderung um ein Wunschkriterium, dann wird hinter die Ziffer ein W gesetzt (z.B. /F10W/). Bei der Erstellung des Pflichtenheftes sollten die Anforderungen in Zehnerschritten durchnummeriert werden, um spĂ€ter ErgĂ€nzungen leicht einfĂŒgen zu können. Die Funktionen sollen unabhĂ€ngig von einem bestimmten Bildschirm-Layout oder einer bestimmten Tastenbelegung beschrieben werden. Diese Festlegungen erfolgen erst im Kapitel 7 Benutzungsschnittstelle. Bei Produktion, die keine BenutzungsoberflĂ€che besitzen, werden hier analog die Funktionen beschrieben, die das anwendende System benötigt.

=====4.1. Funktion 1=====

=====4.2. Funktion 2=====

======5. Produkt Daten====== Beschreibung der langfristig zu speichernden Daten aus Benutzersicht. Referenzierung: /D10/ usw.

=====5.1. Daten 1=====

=====5.2. Daten 2=====

======6. Produkt Leistungen====== Unter Produkt Leistungen werden die Anforderung aufgefĂŒhrt, die zeitbezogen oder umfangsbezogen sind, z.B. Maximale Dialogantwortszeiten bei speziellen Funktionen, maximaler Datenumfang bzw. Datendurchsatz (Durchschnittswerte und Spitzenbelastung), Genauigkeit bei numerischen Daten usw. Die einzelnen Leistungsanforderungen werden analog wie die Funktionsanforderungen numeriert, allerdings mit dem vorangestellten Buchstaben L (z.B. /L30/).

======7. BenutzungsoberflĂ€che====== In diesem Kapitel werden grundlegende Anforderungen an die Benutzungsschnittstelle festgelegt. In AbhĂ€ngigkeit vom Produkt sollten folgende Gesichtspunkte berĂŒcksichtigt bzw. festgelegt werden: *Bildschirmlayout *Drucklayout *Tastaturkodierung *Dialogstruktur Die Festlegungen sollten sich auf die produktspezifischen AusprĂ€gungen beschrĂ€nken, die nicht durch das QualitĂ€tsmerkmal Benutzungsfreundlichkeit im Kapitel 8 QualitĂ€ts Zielbestimmung abgedeckt wird. Die einzelnen Anforderungen werden analog wie die Funktionsanforderungen numeriert, allerdings mit einem vorangesetzten Buchstaben B. Bei Produkten, die keine BenutzungsoberflĂ€che besitzen, werden hier analog die Schnittstellenkonventionen beschrieben, die fĂŒr das anwendende System wichtig sind.

======8. QualitÀts Zielbestimmung======

In diesem Kapitel wird festgelegt, welche QualitĂ€ts Merkmale das zu entwickelnde Produkt in welcher QualitĂ€tsstufe besitzen soll. Vorraussetzung fĂŒr die QualitĂ€ts Zielbestimmung ist, daß die QualitĂ€ts Merkmale in operationalisierter Form vorliegen. Die operationalisierten QualitĂ€ts Merkmale sind als Anhang dem Pflichtenheft beizufĂŒgen, wenn sie nicht als allgemeine Richtlinie (Standard, werknorm) zur VerfĂŒgung stehen.

ProduktqualitÀt sehr gut gut normal nicht relevant
FunktionalitÀt
Angemessenheit
Richtigkeit
InteroperabilitÀt
OrdnungsmĂ€ĂŸigkeit
Sicherheit
ZuverlÀssigkeit
Reife
Fehlertoleranz
Wiederherstellbarkeit
Benutzbarkeit
VerstÀndlichkeit
Erlernbarkeit
Bedienbarkeit
Effizienz
Zeitverhalten
Verbrauchsverhalten
Änderbarkeit
Analysierbarkeit
Modifizierbarkeit
StabilitÀt
PrĂŒfbarkeit
Übertragbarkeit
Anpaßbarkeit
Installierbarkeit
KonformitÀt
Austauschbarkeit

======9. Globale Testszenarien/TestfĂ€lle====== In diesem Kapitel werden anwendungsbezogene TestfĂ€lle zusammengestellt, die im allgemeinen mehrere Produkt Funktionen in Anspruch nehmen. WĂ€hrend die TestfĂ€lle pro Funktion aus den Funktionsbeschreibungen abgeleitet werden, sollten in diesem Kapitel globale TestfĂ€lle aufgefĂŒhrt werden. Diese TestfĂ€lle sind dann fĂŒr den Abnahmetest zu verwenden.

=====9.1. Testfall 1=====

=====9.2. Testfall 2=====

======10. Entwicklungs Umgebung====== In diesem Kapitel wird die Entwicklungs Umgebung des Produktes beschrieben. Es wird festgelegt, welche Konfiguration bzgl. Software, Hardware und Orgware fĂŒr die Entwicklung des Produktes benötigt wird. Diese Festlegungen sind insbesondere dann notwendig, wenn Entwicklungs- und Zielmaschine unterschiedlich sind.

=====10.1. Software=====

Unter Software ist insbesondere aufzufĂŒhren, welche Software Werkzeuge, z.B. Compiler usw., benötigt werden.

=====10.2. Hardware=====

=====10.3. Orgware=====

=====10.4. Entwicklungsschnittstellen=====

Bei Entwicklungs Schnittstelle ist unter UmstĂ€nden aufzufĂŒhren, ĂŒber welche einzuhaltenden Hardware- und Software Schnittstellen Entwicklungs und Zielrechner gekoppelt sind.

======11. ErgĂ€nzungen====== In diesem Kapitel werden ErgĂ€nzungen oder spezielle Anforderungen beschrieben, die ĂŒber die aufgefĂŒhrten Kapaitel 1 bis 10 hinausgehen. Beispielsweise können Installationsbedingungen festgelegt werden wie: *bauliche oder rĂ€umlich Vorraussetzungen, *Bereitstellung von Testdaten, *Bereitstellung von Hilfspersonal. Außerdem können hier zu berĂŒcksichtigende Normen, Vorschriften, Patente und Lizenzen aufgefĂŒhrt werden. Oft ist es sinnvoll, alle im Pflichtenheft verwendeten Fachbegriffe zu definieren. Damit soll sichergestellt werden, daß eine einheitliche Terminologie auch in den spĂ€teren Phasen verwendet wird. Außerdem sollen dadurch MißverstĂ€ndnisse von vorneherein vermieden werden. Ein solches Glossar oder Begriffslexikon kann in diesem Kapitel oder im Anhang angelegt werden.

orga/vorlage_pflichtenheft.txt · Zuletzt geÀndert: 2010/05/03 23:27 von mro